Modulationen
In der Werkgruppe „Modulationen“ entwickelt Malwin Faber eine malerische Sprache, in der sich kontrollierte Setzung und spontane Geste wechselseitig durchdringen. Wie in einer musikalischen Improvisation greift der Künstler in jeder Arbeit Motive und Impulse vorheriger Arbeiten auf, variiert, bricht und verdichtet sie neu. Zufällige Materialreaktionen werden bewusst in den Malprozess integriert und eröffnen unerwartete Bildlösungen, die Schicht für Schicht komplexe Bildräume entstehen lassen.
Seine Malerei lebt von Kontrasten: gestische Bewegtheit trifft auf präzise Raster, feinteilige Textur auf klare Geometrie. Dabei nutzt Faber die Technik der Monotypie nicht nur als Abdruckverfahren, sondern als malerisches Instrument — vergleichbar mit einem Effektgerät, das einen Gitarrensound verzerrt, verformt oder vibrieren lässt, ohne den Ursprung zu verleugnen.
Jedes Bild gleicht einer Modulation: Es verschiebt den Ton, lässt Spannungen entstehen, erzeugt Reibungen, Zwischenräume — und löst sie wieder auf. So entsteht ein dialogischer Bildfluss, in dem sich Struktur und Spontanität, Rhythmus und Fläche zu einer vielschichtigen Komposition verweben.
Modulations
In the series “Modulations”, Malwin Faber brings forth a painterly language in which calculated structure and painterly spontaneity merge and resonate. Much like in a musical improvisation, the artist takes up motifs and impulses from previous works in each new painting — varying, breaking, and condensing them anew. Unintended material dynamics are consciously integrated into the painting process, opening up unexpected visual outcomes that gradually build complex pictorial spaces layer by layer.
His painting thrives on contrasts: gestural movement meets precise grids, intricate textures encounter clear geometry. Faber uses the technique of monotype not merely as a printing method but as a painterly tool-comparable to an effects unit that distorts, bends, or vibrates a guitar sound without denying its origin.
Each painting resembles a modulation: it shifts the tone, creates tension, generates friction and spaces in between — only to resolve them again. This creates a dialogical visual flow, in which structure and spontaneity, rhythm and surface interweave into a multi-layered composition.